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Spannender Dreikampf um hockeyliga-Plätze
08.06.2010

Mannheim und Braunschweig wollen aufsteigen – TuS Lichterfelde drin bleiben

Erstmals wird bei einer DM-Endrunde nicht ausschließlich um Meister-Ehren gekämpft, sondern auch um den Aufstieg in das Hockey-Oberhaus. Bevor am Samstag die vier besten Teams der hockeyliga die beiden Finalteilnehmer ausspielen, wird auf der Anlage am Neckarplatt auf alle Fälle schon einmal groß gefeiert: Im Duell der beiden Zweitplatzierten der zweiten Ligen Nord und Süd ermitteln Gastgeber Mannheimer HC und Eintracht Braunschweig (hier Nationalspielerinnen Anke Kühn) den dritten Aufsteiger in die höchste Spielklasse. Der Unterlegen bekommt allerdings noch einen zweiten Matchball – gegen den Neuntplatzierten der hockeyliga, TuS Lichterfelde.


Besonders die Lokalmatadorinnen des MHC befinden sich seit Wochen in einer sehr guten Verfassung und siegten in der Rückrunde unter anderem gegen die Topteams von Stadtrivale TSV Mannheim und den bereits als Aufsteiger feststehenden Münchner SC deutlich. „Mein Team hat seit dem Herbst einen großen Schritt nach vorne gemacht. Das liegt zum einen an der sehr intensiven Trainingsarbeit und zum anderen daran, dass sich gerade junge Spielerinnen wie Elena Willig oder Laura Bassemir immer besser an das Tempo und die Härte im Damenbereich gewöhnen“, so MHC-Trainer Andreas Höppner. Das Gerüst der Kurpfälzerinnen bilden aber die erfahrene Kapitän Vanessa Blink, Olympiasiegerin Mandy Haase sowie deren Schwester Lydia, die sich mit 19 Saisontreffern auch die Torschützenkrone in Liga zwei sicherte.

Aber auch im Kader der Niedersächsinnen stehen einige namhafte Spielerinnen. In allererster Linie sind hier natürlich die beiden Olympiasiegerinnen Anke Kühn und Nadine Ernsting-Krienke zu nennen, die mit 13 bzw. acht Treffern auch gleichzeitig die treffsichersten Akteure im Kader von Trainer Carsten Alisch sind. Wie auch der MHC verpasste die Eintracht nur hauchdünn den direkten Aufstieg und hat mit Sicherheit das Potenzial, in der kommenden Saison in der 1. Liga zu bestehen.

Der Verlierer dieses Duells hat am Sonntag gegen den hockeyliga-Neunten TuS Lichterfelde Berlin auf jeden Fall noch einen zweiten Aufstiegs-Matchball. Die Hauptstädterinnen hatten im spannenden Kampf um den direkten Klassenerhalt am Ende nur knapp das Nachsehen. Ein Pfund, mit dem der Bundesligist wuchern kann, ist die Offensive. Mit Kerstin Holm spielt dort die zweitbeste Torschützin der hockeyliga und mit der neuseeländischen Nationalspielerin Gemma Flynn wurde die Angriffsreihe nach der Winterpause nochmals verstärkt. Für den Zweitligisten – welcher dann auch kommen mag – eine durchaus hohe Hürde.
65. Damen Feld-Endrunde 2010
12. & 13. Juni 2010 in Mannheim