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Playoff-Viertelfinale ist komplett
22.01.2018

Das Viertelfinale der Hallenhockey-Bundesliga-Saison 2017/2018 am 27. beziehungsweise am 28. Februar ist komplett. Auf dem Weg in Richtung der KLAFS Final Four in der Stuttgarter SCHARRena (3./4. Februar) musste allerdings zum Beispiel Damen-Titelverteidiger UHC Hamburg bereits vorzeitig die Segel streichen. Dafür finden sich unter den jeweils besten acht Hallenteams immerhin drei Mannschaften, die auf dem Feld nicht in der höchsten deutschen Spielklasse aktiv sind.

Für die Damen des UHC Hamburg war der Traum von der Titelverteidigung schon früh ausgeträumt. Nach jeweils zwei Niederlagen gegen den Club an der Alster und Vorjahres-Finalgegner Harvestehuder THC stand schon vor dem letzten Spieltag fest, dass die Deutschen Meisterinnen von 2017 in Stuttgart nicht an den Start werden gehen können.

Damit sind es schlussendlich Nord-Meister Club an der Alster und der Harvestehuder THC, die im Viertelfinale auf die beiden besten Teams aus dem Süden um einen Startplatz beim KLAFS Final Four antreten. Auch in der Süd-Staffel war die Entscheidung über die Viertelfinal-Qualifikation vorzeitig gefallen. Dabei hatte der Mannheimer HC – das einzige Damen-Bundesligateam, das ohne jeden Punktverlust durch die Vorrunde gegangen ist – seine Favoritenrolle eindrucksvoll untermauert und hat damit in eigener Halle ein echtes Viertelfinal-Topspiel gegen Vizemeister Harvestehude. Nach Hamburg reist hingegen der Rüsselsheimer RK. Der Hallenhockey-Rekordmeister setzte im knappen Rennen um den zweiten Playoff-Platz im Süden gegen den TSV Mannheim und den Münchner SC durch, geht nun jedoch als vermeintlich klarer Außenseiter ins Viertelfinale beim Club an der Alster.

Wenig überraschend sicherte sich in der Ost-Staffel der Berliner HC am Ende ohne einer Niederlage in der Vorrunde Platz eins und damit das Heimrecht im Viertelfinale. Die Hauptstädterinnen empfangen nun den West-Zweiten, das Team des HTC Uhlenhorst Mülheim, die am letzten Spieltag noch an Rot-Weiss Köln vorbei auf Rang zwei sprangen und sich bei gleicher Punktzahl und Tordifferenz lediglich aufgrund zweier mehr geschossener Tore durchgesetzt hatte. West-Staffelprimus Düsseldorfer HC bekommt es in eigener Halle mit dem ATV Leipzig zu tun. Sie Sächsinnen, die auf dem Feld lediglich in der Regionalliga spielen, gelten als echte Hallenspezialistinnen und hatten in den vergangenen Jahren bereits das eine oder andere Mal das Viertelfinale erreicht. Ein Erfolg in Düsseldorf und damit die Qualifikation für das KLAFS Final Four in Stuttgart wären jedoch eine Überraschung.

Bei den Herren hat sich Titelverteidiger Rot-Weiss Köln in der West-Staffel sehr souverän und vorzeitig als Erstplatzierter durchgesetzt. Damit empfängt der erneute Titelfavorit im Viertelfinale in eigener Halle das junge Team von Blau-Weiss Berlin, das im Osten lange die Tabellenführung behauptet hatte und diese erst am letzten Spieltag im direkten Duell und wegen der etwas schlechteren Tordifferenz an den Berliner HC abgeben musste. Der BHC hingegen wird im letzten Hallenhockey-Highlight in der Hauptstadt vor der am 7. Februar in der Max-Schmeling-Halle startenden Hallenhockey-WM den Crefelder HTC empfangen. Die Seidenstädter sind das einzige Team, dass dem Kölner Star-Ensemble in der Vorrunde eine Niederlage hatte zufügen können. Der CHTC hatte im Westen immerhin den 2016er-Meister Uhlenhorst Mülheim aus dem Rennen um die Playoff-Plätze geworfen.

Auch im Norden musste mit dem Harvestehuder THC ein potenzieller Titelkandidat bereits nach der Vorrunde die Saison beenden. Stattdessen sicherte sich der Club an der Alster ungeschlagen den Nord-Titel vor dem erfahrenen Team des UHC Hamburg. Die Alsteraner empfangen damit im Viertelfinale den Vorjahres-Finalisten Mannheimer HC im Kampf um ein Final-Four-Ticket. Der MHC hatte eine überraschend durchwachsene Saison, wird aber in der heißen Phase sicher wieder eine titelreife Form erreichen, die man allerdings zunächst in Hamburg unter Beweis stellen muss. Die Süd-Meisterschaft sicherte sich hingegen Lokalrivale TSV Mannheim. Die junge Mannheimer Truppe empfängt nun im Viertelfinale den UHC aus Hamburg mit Topstar Moritz Fürste und einigen erfahrenen Stammkräften.
57. Hallen-Endrunde Damen & Herren
3./4. Februar 2018 in Stuttgart