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UHC-Herren mit drittem EHL-Titel im Gepäck nach Berlin!
28.05.2012

Die Herren des UHC Hamburg kommen mit dem Schwung eines überragenden Erfolgserlebnisses zur Endrunde am 2./3. Juni nach Berlin. Zum dritten Mal nach 2008 und 2010 haben die „Uhlen“ den Thron als beste europäische Vereinsmannschaft bestiegen. Im Endspiel der Euro Hockey League besiegten sie im Amsterdamer Wagener Stadion den niederländischen Meister Amsterdam H&BC nach Penaltyschießen mit 4:3. Im Shoot-Out war – wie schon beim Halbfinalsieg gegen die KHC Dragons aus Belgien – Nicolas Jacobi der Held. Der UHC-Nationaltorhüter parierte vier der fünf Amsterdamer Versuche und sicherte so diesen historischen Erfolg für die Hanseaten. Jacobi wurde schließlich auch zum "most valueable player" der EHL-Saison 2011/12 gewählt.

„Ich denke, das ist ein Rekord für lange Zeit. Drei Titel in fünf Jahren wird so schnell keiner mehr schaffen“, sagte Trainer Martin Schultze. „An diesem Wochenende haben wir natürlich viel, viel Selbstvertrauen getankt, aber eine Deutsche Endrunde ist etwas ganz Anderes. Die Jungs sind extrem heiß, sich mit einem Sieg im Halbfinale wieder für die Euro Hockey League zu qualifizieren. Wir haben natürlich angemessen gefeiert gestern. Das gehört auch dazu. Aber ab heute startet die Vorbereitung auf die Endrunde. Wir freuen uns darauf, dass wir gegen den BHC spielen können und damit wohl wieder vor einer guten Kulisse.“

Schon im Halbfinale musste der UHC den Umweg über die Verlängerung und das Penaltyschießen gehen. „Die Dragons haben uns mit ihrem variablen Angriffspiel vor große Probleme gestellt, während wir im Aufbau zu viele Fehler gemacht haben“, analysierte Trainer Martin Schultze. In der regulären Spielzeit hatte der UHC zur Halbzeit sogar bereits mit 0:2 hinten gelegen, bis Moritz Fürste, der den Verein in Richtung Spanien verlassen wird, und Marco Miltkau per Strafecke den Ausgleich und ihr Team damit noch in die Verlängerung brachten. Dort sollte Jacobi zum ersten Mal an diesem Pfingstwochenende zur entscheidenden Figur werden. Vier von fünf Versuchen konnte der UHC-Schlussmann abwehren und war so maßgeblich am vierten EHL-Finaleinzug des UHC in fünf Jahren beteiligt.

Dort bekam man es mit dem frisch gebackenen niederländischen Meister und Final-Four-Gastgeber Amsterdam H&BC zu tun. In einem hochklassigen Endspiel legte Amsterdam durch Strafecken-Spezialist Taeke Taekema vor, was UHC-Youngster Niklas Bruns wenig später zunächst ausgleichen konnte. Doch ebenso kurz darauf holte Floris Evers die Führung für sein Team zurück. Dabei blieb es bis zur Halbzeit. Obwohl Amsterdam im zweiten Durchgang immer stärker wurde, blieb der UHC vor allem dank des bärenstarken Schlussmanns Jacobi im Spiel und konnte sich erneut bei Marco Miltkau bedanken, der den 2:2-Ausgleich erzielte und für eine Verlängerung sorgte. Im abschließenden Penaltyschießen verdiente sich Jacobi endgültig seinen MVP-Titel, denn erneut parierte er vier von fünf Versuchen der Niederländer. „Nico hat ein besonderes Lob verdient. Er hatte ein überragendes Wochenende“, lobte auch Martin Schultze seinen Matchwinner.

Den ganz großen Wurf verpasst haben hingegen die UHC Damen im Club Champions Cup, dessen Final Four ebenfalls im Amsterdam ausgetragen wurde. Im „besten Damen-Spiel, das ich je gesehen habe“, wie UHC-Coach Kais al Saadi betonte, musste sich der hockeyliga-Primus dem niederländischen Vizemeister MHC Laren im Halbfinale erst im Penaltyschießen geschlagen geben. Zur Pause hatte der UHC nach Treffern von Marie Mävers und Eileen Hoffmann bei einem Gegentor von Nationalspielerin Julia Müller mit 2:1 geführt. Doch obwohl man das Hoofdklasse-Team dank der überragenden Fitness der UHC-Spielerinnen phasenweise an die Wand spielte, musste man sich nach 70 Minuten mit einem 3:3 begnügen. Janne Müller-Wieland hatte mit ihrem Eckentreffer gerade noch für die Verlängerung gesorgt. Im Penaltyschießen konnte Torhüterin Yvonne Frank immerhin drei Schüsse parieren, doch zugleich vergaben vier UHCerinnen ihre Versuche. „Am Ende fühlt es sich ein bisschen an wie ein geklauter Sieg“, gestand al Saadi. So mussten die Hamburgerinnen zuschauen, wie Laren im Endspiel am Ende Seriensieger HC s’Hertogenbosch entthronte. Der UHC selbst sicherte sich immerhin noch den dritten Platz.

Im kleinen Finale besiegte man – allerdings auch erst nach Verlängerung – den spanischen Vertreter Club de Campo aus Madrid mit 3:1. Nach 70 Minuten hatte es 1:1 gestanden. Das Tor ging auf das Konto von Top-Torschützin Eileen Hoffmann. In der Verlängerung machten dann erneut Hoffmann sowie Lisa Hahn den Sieg perfekt.
67. [D] & 70. Endrunde [H] Feld 2012
2./3. Juni 2012 in Berlin