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Bundestrainer geben Einschätzungen zur Endrunde
01.06.2012

Auch die Bundestrainer der Damen und Herren werden sich selbstverständlich die Spiele bei der Deutschen Feldhockey-Doppelendrunde genau anschauen und dabei einen weiteren genauen Blick auf ihre Olympia-Kandidaten haben. Während Damen-Coach Michael Behrmann einen Favoriten ausgemacht hat, wagt Herren-Bundestrainer Markus Weise keine konkrete Prognose.

Für beide DHB-Trainer ist die Endrunde um die Deutschen Meisterschaften zwar wichtig, doch nicht unbedingt ausschlaggebend für ihre Entscheidung, wer Hockey-Deutschland bei den Olympischen Spielen 2012 in London vertreten wird. Beide planen nach den nationalen Titelkämpfen noch weitere Lehrgänge und Testspiele. Und erst danach werden die Kader auf Olympia-Größe gebracht. „Die Endrunde ist schon wichtig zu schauen“, so Markus Weise, der es aber mit seinem Trainerkollegen Behrmann hält, der betont: „Der internationale Vergleich ist doch noch aussagekräftiger.“

Behrmann über das Endrunden-Starterfeld der Damen: „Der UHC und Alster sind ja relativ souverän durch die Liga marschiert, wobei mich das bei Alster schon ein wenig überrascht hat. Denen ist am Ende ja auch ein wenig die Luft ausgegangen. Alsters Halbfinalgegner Rot-Weiss Köln hingegen hat zuletzt ansteigende Form bewiesen. Ich denke, Köln hat eine gute Chance, ins Endspiel einzuziehen.“ Dort sieht der DHB-Damentrainer als Gegner den UHC Hamburg. „Das Halbfinale gegen den Berliner HC wird sicher interessant. Der UHC hat die meisten, der BHC die zweitmeisten Nationalspielerinnen im Kader. Dafür hat der BHC den Heimvorteil. Am Ende tippe ich dennoch auf den UHC, der den breiteren Kader hat.“ Das könne auch im Endspiel den Unterschied ausmachen. Aber man müsse abwarten, wie der UHC das Kräfte raubende Europapokalwochenende mit zwei Spielen mit Verlängerung weggesteckt hat. „Der UHC muss dennoch als Favorit gelten, aber eine Überraschung ist immer möglich.“

Einen wirklichen Favoriten mag Herren-Bundestrainer Markus Weise nicht benennen. „Beide Halbfinals sind sehr schwer einzuschätzen. Da kann ich keine Prognose wagen. Die vier Teams sind sehr dicht beieinander. Da entscheidet erstens oft die Tagesform. Damit meine ich vor allem, wie die Mannschaften in der Lage sind, mit kritischen Situationen umzugehen. Wer da cooler bleibt, gewinnt das Spiel.“ Schon die Partie des UHC Hamburg gegen den Berliner HC sieht Weise sehr offen. „Berlin hat die Liga gewonnen, spielt zudem zu Hause. Der UHC kommt aber mit jeder Menge Rückenwind vom EHL-Sieg.“ Das zweite Halbfinale zwischen Uhlenhorst Mülheim und Rot-Weiss Köln schätzt er ähnlich ein. „Bei Köln dürfte Benjamin Wess wohl noch nicht voll im Saft stehen, das ist sicher eine Schwächung. Die Frage ist aber, ob Mülheim daraus einen Vorteil ziehen kann.“ Insgesamt, so der Bundestrainer, könne aber auch alles ganz anders kommen und beide Halbfinals gehen ganz eindeutig aus. Daran aber glaube er nicht.
67. [D] & 70. Endrunde [H] Feld 2012
2./3. Juni 2012 in Berlin