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Endrunde komplett / Beide Titelverteidiger ausgeschieden
03.02.2014

In der Hallenhockey-Saison 2013/2014 wird es auf jeden Fall zwei neue Deutsche Meister geben. Beide Titelverteidiger – bei den Damen der Berliner HC und bei den Herren Endrundengastgeber Harvestehuder THC – mussten bereits im Viertelfinale die Segel streichen. Dennoch darf am 8. und 9. Februar in der Sporthalle mit interessanten Spielen gerechnet werden. Denn die Frage wird nicht nur die nach den Titelträgern sein, sondern auch, welche Auslegung des neuen Hockey5 sich am Ende durchsetzen wird.

Es darf schon von der einen oder anderen Überraschung gesprochen werden nach den absolvierten Viertelfinals am vergangenen Wochenende. Immerhin galten die beiden Vorjahresmeister bei nicht wenigen Hockeyfans auch in dieser Spielzeit als heiße Favoriten auf die Blauen Wimpel. Für den Harvestehuder THC dürfte das Ausscheiden gleich doppelt bitter sein, richtet der Club doch die Endrunde in der Sporthalle Hamburg aus und darf nun nur noch zuschauen. Beim Berliner HC unterlagen die hoch gehandelten Hanseaten überraschend klar und nicht unverdient mit 9:13 (3:5). Die Berliner bekommen es nun im Halbfinale mit Westmeister Uhlenhorst Mülheim zu tun. Die Mannen von Trainer André Henning hatten sich ebenfalls klar mit 8:3 gegen den Süd-Zweiten SC Frankfurt 1880 durchgesetzt.

Das zweite Herren-Halbfinale bestreiten der UHC Hamburg und Rot-Weiss Köln. Die Uhlen fertigten in eigener Halle auch ohne die in der indischen Profi-Liga aktiven Moritz Fürste und Nicolas Jacobi die Herren der Zehlendorfer Wespen mit 13:7 (7:4) ab und unterstrichen dabei eindrucksvoll ihre Ambitionen auf den ersten nationalen Titelgewinn seit 2002. Doch Rot-Weiss Köln – zuletzt 2012 Meister unter dem Hallendach nach Finalsieg gegen den UHC – ist durchaus eine „harte Nuss“ für die Uhlen. Die Domstädter brachten im Viertelfinale allerdings schon eine ordentliche Aufholjagd beim Mannheimer HC, um noch den Sprung ins Final Four zu schaffen. Zur Halbzeit lag man dort nämlich schon mit 1:4 zurück, bevor Christoph Menke und Christopher Zeller die Partie noch in einen 6:4-Sieg drehten.

Die favorisierten Damen von Westmeister Rot-Weiss Köln mussten sich dem Mannheimer HC hingegen im Viertelfinale knapp geschlagen geben und werden nicht nach Hamburg reisen. Die MHC-Damen mussten jedoch nach zwischenzeitlicher 4:1-Führung noch in die Verlängerung, wo man dann aber die Oberhand behielt und Rot-Weiss mit einem 6:5 (4:4, 4:2) ausschaltete. Mannheim bekommt es nun mit dem UHC Hamburg zu tun. Das Team von Trainer Claas Henkel hatte nach einem verpatzten Saisonstart erst kurz vor Ende der regulären Saison den Sprung ins Viertelfinale geschafft und standen nun dort dem Titelverteidiger Berliner HC in dessen Halle gegenüber. Die Hamburgerinnen überzeugten vor allem in Halbzeit zwei und spielten einen verdienten 3:1 (1:1)-Sieg heraus.

Nicht zuletzt haben auch der Club an der Alster aus Hamburg und der Münchner SC souverän das Endrundenticket gelöst und spielen nun gegeneinander um den Einzug ins DM-Finale der Damen. Die Alsteranerinnen setzten in der Runde der letzten Acht ein eindrucksvolles Ausrufezeichen und fertigten beinahe mühelos den TuS Lichterfelde mit 11:2 (4:1) ab. Der Münchner SC dürften für den Vorjahresfinalisten allerdings eine etwas höhere Hürde sein. Die nach wie vor ungeschlagenen Südmeisterinnen agierten in ihrem Viertelfinale kaum weniger souverän gegen Uhlenhorst Mülheim und gewannen klar mit 10:5 (6:2).
53. Hallen-Endrunde Damen & Herren
08. & 09. Februar 2014 in Hamburg