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Die Damen-Halfinals in der Vorschau
19.01.2012

1. Halbfinale: Club an der Alster – Berliner HC (Sa. ++ 21.01.2012 ++ 12.00 Uhr)
Die beiden besten Teams der regulären Saison treffen im ersten Halbfinale aufeinander: Die Alsteranerinnen wurden in dieser Hallensaison erst ein Mal bezwungen, Berlin ist bislang gar ohne jeden Punktverlust durch die Spielzeit gekommen. Der Erfahrungsvorteil liegt wohl eher beim BHC, immerhin ist man Titelverteidiger. Alster hingegen hatte sich in den vergangenen beiden Jahren nicht für das Turnier der besten vier Teams qualifiziert und währenddessen das Gesicht der Mannschaft durchaus verändert. Dennoch: „Alster ist sehr stark einzuschätzen“, weiß der junge BHC-Coach Marcel König.

Auf den Ausfall von gleich vier Nationalspielerinnen, die mit dem A-Kader in Chile unterwegs sind, sei man gut vorbereitet und entsprechend eingestellt. „Wir wussten ja bereits vor der Saison, dass sie fehlen werden. Dass es nun so ist, ist also definitiv kein Nachteil für uns.“ Stattdessen dürfte man für die Gegner eher eine Art „Wundertüte“ darstellen und schwerer einzuschätzen sein. Der eingeplante Kader ist jedenfalls fit und bereit den amtierenden Meister würdig zu vertreten.

Alster-Coach Jens George schlägt in die gleiche Kerbe wir sein Gegenüber: „Im Prinzip wissen wir nicht, mit wem der BHC ins Rennen geht. Das ist schwer einzuschätzen. Aber egal, wer dort für dieses Halbfinale noch mobilisiert wird, der kann Hockey spielen. Aber ehrlich gesagt wäre es mir lieber, gegen eine Natascha Keller zu spielen, deren Stärken man kennt.“ Was man aber weiß, ist, dass „der BHC Deutschland weit das Topteam der letzten Jahre ist. Das wird sicher kein leichtes Spiel. Ich kann mir vorstellen, dass wir einen Moment brauchen, um ins Spiel zu kommen.“ George selbst muss mit Tina Schütze ebenfalls auf eine Nationalspielerin und in dieser Saison immens wichtige Akteurin verzichten. „Tina ist natürlich nur schwer zu ersetzen.“ Dafür ist mit Lena Jacobi eine starke Hallenspielerin kürzlich in den Kader zurückgekehrt, die zudem vor Wochenfrist in Leipzig Europameisterin geworden ist. „Die Mannschaft ist gut eingespielt und bis auf Tina habe ich die Qual der Wahl.“

2. Halbfinale: TSV Mannheim – Rot-Weiss Köln (Sa. ++ 21.01.2012 ++ 14.15 Uhr)
Auch das zweite Damen-Halbfinale im Horst-Korber-Sportzentrum dürfte ein ganz enges und spannendes Spiel werden. Bereits 2010 standen sich – ebenfalls in Berlin – der TSV Mannheim und Rot-Weiss Köln im Halbfinale gegenüber. Damals hatte der spätere Titelträger aus dem Süden knapp mit 4:3 das bessere Ende für sich.

Köln ist diesmal das einzige der vier Endrunden-Teams, das keine Spielerin für die A-Nationalmannschaft abstellen musste. Ein Vorteil? „Eigentlich nicht“, so Co-Trainer Moritz Liebald. „Wir haben eben im Moment keine Nationalspielerin im Team. Einziger Pluspunkt könnte sein, dass wir vielleicht ein wenig besser eingespielt sind als die anderen Teams, die etwas umstellen müssen.“ Doch auch ohne Natio-Kapitänin Fanny Rinne ist der TSV Mannheim ein starkes Team. Das weiß man bei RWK nicht erst seit dem Halbfinale 2010, wo der TSV als geschlossen starke Mannschaft aufgetreten war und völlig zu Recht den Meisterwimpel mitgenommen hatte. Beide Teams haben sich seitdem ja auch weiterentwickelt. Und in beiden Teams stehen frisch gebackene Europameisterinnen. „Das wird ein heißes Halbfinale“, ist sich Liebald sicher.
51. Hallen-Endrunde Damen & Herren
21. & 22. Januar 2012 in Berlin