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Sportsenator: „Hockeygemeinde steht für das weltoffene Hamburg“
30.05.2013

Die Stadt Hamburg unterstützt die vom Hamburger Polo Club ausgerichtete Deutsche Meisterschafts-Endrunde der Damen und Herren am 1./2. Juni im Sportpark Rothenbaum der Universität Hamburg. Dort treffen die vier besten Damen- und vier besten Herren-Mannschaften Deutschlands aufeinander, um ihre neuen Meister auszuspielen. Auch mit dabei ist Kristina Hillmann vom UHC, die 2012 mit den DHB-Damen an den Olympischen Spielen in London teilnahm und auch aktuell zum deutschen Kader für die WM-Qualifikation gehört. Sie übernahm im Vorfeld der Endrunde mal den Journalistenpart und interviewte Hamburg Sportsenator Michael Neumann.

Kristina Hillmann: Was für eine Bedeutung hat ein Turnier wie eine Deutsche Meisterschaftsendrunde für die Sportstadt Hamburg?

Senator Neumann: Eine Endrunde ist immer eine besondere Auszeichnung für die Ausrichterstadt, aber für die Hockeyhochburg Hamburg ist diese spezielle Finalrunde natürlich herausragend. Hamburg ist Hockey, und Hockey ist beispielhaft für ein ideales Vereinsleben. Olympisches Gold für Hamburg, Spitzensport parallel zum Integrationssport, große Meisterschaften und funktionierendes Ehrenamt, reiches Vereinsleben sowie Kinder- und Jugendarbeit werden als Ideal gelebt und gefeiert. Die Hockeygemeinde ist eine eingeschworene Gemeinschaft und steht gleichzeitig für das weltoffene Hamburg. Als Sportsenator kann ich nur stolz sein und mir wünschen, dass die Hockeyclubs sich in ganz Hamburg und allen Stadtteilen engagieren.

Kristina Hillmann: Die Förderung des Spitzensports ist ein grundsätzliches Thema seit Olympia. Wie ist Ihre Meinung dazu?

Senator Neumann: Hamburg hat noch nie so viel Geld für den Spitzensport investiert wie zurzeit. Aber Finanzen sind nicht alles, gerade im Hochleistungssport kommt es auf funktionierende Strukturen und ein wirkungsvolles Networking an. Durch die Dekadenstrategie Sport, die wir gemeinsam mit den Hamburger Sportakteuren beschlossen haben, haben sich der Sportbund, die Handelskammer, der Olympiastützpunkt und die Stadt auf ein gemeinsames Vorgehen für die nächsten Jahre verständigt. So wollen wir das Optimum an Förderung durch Konzentration der Mittel und einen Wettbewerb um die besten Qualitäten in den Sportarten erreichen. Im Hintergrund laufen bereits umfangreiche Gespräche und Vorentscheidungen für die Neuaufstellung im Hinblick auf Rio 2016.

Kristina Hillmann: Ich war in London als Aktive und habe die Faszination von Olympia erlebt. Was muss passieren, damit es Olympische Spiele in Deutschland, am liebsten in Hamburg gibt?

Senator Neumann: Zuerst einmal müssen wir die Entscheidungen des IOC im September abwarten, wobei zwei Dinge wegweisend sein werden. Welche Stadt erhält den Zuschlag für 2020 und welche geopolitischen Schlüsse sind daraus zu ziehen, denn das wird eine deutsche Bewerbungschance stark beeinflussen. Besonders spannend ist dabei, wie die Wahl um den neuen IOC-Präsidenten ausgeht. Aus Hamburger Sicht unterstützen wir die Kandidatur von Dr. Bach. Grundsätzlich bleiben wir bei unserer Linie, dass wir uns als Stadt des Sports in den zehn Jahren unserer Dekadenstrategie so aufstellen, dass wir uns um alles aussichtsreich bewerben können, wenn wir es wollen. Wir sind also sportlich gesprochen in einem ziemlich umfangreichen Trainingslager, mal schauen, was wir am Ende aussichtsreich auf die Beine bekommen.