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Endrunden-Teilnehmer für Duisburg 2011 stehen fest
17.01.2011

Nur ein Vorjahresfinalist dabei / Je drei Nord- und Süd-Teams qualifiziert

Die acht Teilnehmer an der 50. Hallenendrunde der Damen und Herren stehen fest. Fest steht auch, dass es mit den Herren des Mannheimer HC "nur" eines der Teams, die in der vergangenen Saison die Endspiele bestritten haben, es erneut unter die besten vier Teams Deutschlands geschafft hat. In der Duisburger Rhein-Ruhr-Halle kommt es nun am 29./30. Januar zu spannenden Begegnungen, die vielleicht nur wenige vor der Saison in dieser Konstellation erwartet hatten.


Titelverteidiger Mannheimer HC hatte im Viertelfinale durchaus Mühe mit dem Überraschungsteam des Crefelder HTC, das in der regulären Saison Vorjahreshalbfinalist Uhlenhorst Mülheim ausgeschaltet hatte. Bei den Mannheimer Herren war es ausgerechnet der Ex-Krefelder Matthias Witthaus, der seinem Team mit zwei Treffern in der Verlängerung maßgeblich das Ticket nach Duisburg löste. Die Kurpfälzer bekommen es auf dem Weg zum erneuten Titelgewinn als nächstes mit dem Club an der Alster zu tun. Die Hamburger hatten in der regulären Saison überraschend den favorisierten Vizemeister Harvestehuder THC hinter sich gelassen und mussten für das Viertelfinale zu den Hallenspezialisten des Berliner HC reisen. In einem wahren Hockey-Krimi fiel die Entscheidung über den Halbfinaleinzug erst im Siebenmeterschießen, wo die Alsteraner - Hallenmeister von 2004 - am Ende das glücklichere Ende für sich hatten.

Hallen-Europapokalsieger Rot-Weiss Köln war das einzige Team, welches im Viertelfinale scheinbar leichtes Spiel hatte. Das Starensemble aus der Domstadt fertigte den Nürnberger HTC mit einem deutlichen Resultat ab und trifft nun auf das Team, welchem man bereits 2009 in Duisburg als Halbfinalgegner gegenüber stand. Doch der UHC Hamburg hat diesmal ein anderes Team auf der "Platte" stehen. War man vor zwei Jahren noch mit einem Youngster-Team bis in die Endrunde vorgestoßen, kommt der UHC diesmal in Bestbesetzung und zudem mit der treffsichersten Offensive (128 Tore in 10 Spielen) nach Duisburg. Im Viertelfinale hatte man jedoch mit taktisch hervorragend eingestellten Lichterfeldern mehr Mühe als erwartet.

Damenfeld ohne Titelverteidiger und Vizemeister
Bei den Damen mussten Titelverteidiger TSV Mannheim und Vizemeister UHC Hamburg bereits in der regulären Saison die Segel streichen. Im Süden hatte sich stattdessen Hallen-Rekordmeister Rüsselsheimer RK die Staffelmeisterschaft gesichert. Die Hessinnen lieferten sich im Viertelfinale allerdings ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen mit Schwarz-Weiß Neuss, hat aber in dieser Saison "irgendetwas, das uns am Ende solch enger Spiele den Erfolg bringt", meinte Trainer Benedikt Schmidt-Busse. Vielleicht hilft das am Ende auch gegen das Überraschungsteam im Halbfinale, den Harvestehuder THC. Die Hamburgerinnen schwimmen weiter auf einer Erfolgswelle und machen das Ausscheiden des Herrenteams im Club beinahe vergessen. Im Viertelfinale behielt man bei Ost-Meister TuS Lichterfelde - wenn auch am Ende umstritten - knapp die Oberhand.

Ein gutes Endspiel hätte auch das Viertelfinale zwischen dem Club an der Alster und dem Berliner HC sein können. Alster hatte die Nord-Gruppe nach Belieben dominiert, während hingegen der BHC um Superstar Natascha Keller eine holperige Saison hinlegte. Doch rechtzeitig zum Saisonhöhepunkt scheint man sich bei den Hauptstädterinnen der Bestform zu nähern, auch wenn es eine denkbar knappe Entscheidung um die Halbfinal-Qualifikation war. Hier bekommt es Berlin diesmal mit dem Süd-Zweiten Münchner SC zu tun. Die erfahrenen Bajuwarinnen hatten im Viertelfinale bei Rot-Weiss Köln die Oberhand behalten und komplettieren damit das Süd-Trio bei der Endrunde in Duisburg.
50. Hallen-Endrunde Damen & Herren
29. & 30. Januar 2011 in Duisburg