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Niklas Meinert: "Es wird schwieriger, den Titel zu holen"
15.11.2010

Im Januar dieses Jahres hat er mit dem aufstrebenden Mannheimer HC den ersten Titel der Vereinsgeschichte gefeiert, jetzt sind Niklas Meinert und seine Quadratestädtern die Gejagten. Mit einem voll einsatzfähigen Nicolás Emmerling und einem Hochkaräter wie Matthias Witthaus ist der MHC noch stärker einzuschätzen als in der Meistersaison. Doch auch die Konkurrenz verfügt diesmal insgesamt über mehr Potenzial, weil das Gros der Nationalspieler diesmal keine Hallenpause einlegen muss. Im Interview mit hockeyliga.de spricht Olympiasieger Meinert über die Besonderheit des ersten MHC-Titels, über Chancen und die härtesten Konkurrenten.

Niklas, was war an Deinem ersten Titel mit Mannheim anders als bei den Titeln, die Du bereits mit anderen Klubs gesammelt hast?
Ich denke, dass es der erste Titel für den Klub war, ist schon besonders genug. Dazu kommt, dass wir das als Aufsteiger in unserer ersten Saison bei einem so tollen Event wie dem in Berlin erreicht haben. Viele wussten, dass wir ein großes Potenzial in der Mannschaft hatten. Dass wir aber so früh auf Titelformat reifen, hat sicher kaum einer erwartet. Letztlich ist so eine Meisterschaft natürlich auch Bestätigung dafür, dass wir mit dem MHC auf dem richtigen Weg sind, viele Entscheidungen richtig getroffen haben.

Jetzt geht Ihr als Titelverteidiger ins Rennen, seid quasi das Team, dass es zu schlagen gilt. Was kann und darf man vom amtierenden Meister erwarten?
Wir werden auf jeden Fall ähnlich stark sein wie im Vorjahr, auch weil wir dank unserer Neuen eine sehr gute Breite im Team haben. Man muss mal sehen, wie wir den Sprung von der Euro Hockey League über die kurze Vorbereitung in die Halle schaffen.

Wie läuft es denn bislang?
Von den Ergebnissen her ganz gut. Wir haben bei der Dürkheimer Hockey-Nacht gewonnen und auch das Turnier beim RRK. Aber wir sind noch lange nicht da, wo wir hin wollen. Für uns wird es wichtig sein, in der Saison auf Touren zu kommen, um sich am Ende für das Viertelfinale zu qualifizieren.

Aber das reicht doch sicher nicht. Euer Anspruch ist doch sicher höher...
Natürlich wollen wir den Titel verteidigen. Das ist eine große Herausforderung, aber ich bin überzeugt davon, dass wir keine Eintagsfliege sind und auch diesmal das Potenzial für ganz oben haben. Ab dem Viertelfinale wird es aber nur noch ganz dicke Brocken geben, zumal wir dann auf die Top-Teams aus dem Westen treffen würden.

Wen zählst Du generell zu den härtesten Konkurrenten um den Hallen-Titel in dieser Saison?
Ich rechne immer mit dem Berliner HC, die darf man nie außer Acht lassen. Das ist ein super Hallenteam. Im Westen kommen gleich mehrere Teams in Frage für den Sprung nach ganz oben aufs Treppchen. Und natürlich ist unser Finalgegner aus dem letzten Jahr, der Harvestehuder THC, wieder ein ganz heißer Kandidat. Die sind mit Tobias Hauke und Michael Körper noch einmal ein ganzes Stück stärker geworden. Ich denke, dass es in dieser Saison deutlich schwieriger sein wird, den Titel zu gewinnen.
50. Hallen-Endrunde Damen & Herren
29. & 30. Januar 2011 in Duisburg