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Bundestrainer sehen keine Favoriten in Duisburg
28.01.2011

Bei der Endrunde um die 50. Deutschen Meisterschaften im Hallenhockey am 29. und 30. Januar in Duisburg dürfen sich die Zuschauer erwartungsgemäß auf hochklassige Hockeyspiele und starke Emotionen freuen. Welche der acht besten Teams Deutschlands aber die heißesten Titelfavoriten sind, und was die einzelnen Teams ausmacht, haben die deutschen Bundestrainer Michael Behrmann und Markus Weise verraten.

Damen-Bundestrainer Michael Behrmann fällt es in diesem Jahr besonders schwer, Favoriten zu bestimmen: „Die Partien bei den Damen werden sicherlich zwei ganz eigene Halbfinals. Der BHC und der MSC haben sich das letzte Mal erst nach einem Siebenmeterschießen getrennt und auch TuS Lichterfelde gegen den Rüsselsheimer RK wird eine ganz enge Nummer. Ich bin sehr neugierig, was sich da zeigen wird. Vielleicht gibt es im Finale ein Süd-Duell, aber im Prinzip ist alles offen. Dieses Jahr werden die Halbfinals sehr knapp entschieden.“

Beide Teams im ersten Halbfinale seien mit Natascha Keller und Barbara Vogel auf der einen sowie Nina Hasselmann und Rebecca Landshut auf der anderen Seite hervorragend besetzt. Allesamt routinierte Hallenspielerinnen, die im Zweifel den Unterschied ausmachen können. Aber im zweiten Spiel treffen starke Hallenteams aufeinander. Der RRK verfüge über eine „junge Hallenmannschaft, die sich inzwischen gut etabliert hat und mit Irene Balek eine super Eckenschützin und mit Silke Müller einen Top-Routinier an Bord hat.“ Der nachgerückte TuS Lichterfelde habe mit der Torschützenkönigin Kerstin Holm eine wahre Eckenspezialistin im Team. Sonja Dittbrenner sei sicherlich auch eine wichtige Spielerin, die in Zusammenarbeit mit dem Nachwuchs eine gute Hallenpartie bieten könne. Außerdem sei TuS Lichterfelde aufgrund der Einspruchsserie im Viertelfinale schon durch ein „Wechselbad der Gefühle gegangen“ und könne nun frei und ohne Druck aufspielen. „Aber gegen den Rüsselsheimer RK haben sie es nicht leicht, die spielen taktisch sehr diszipliniert.“

Ähnlich ausgeglichen sieht es im Herrenfeld aus. Bundestrainer Markus Weise äußerte sich sehr zurückhaltend auf die Favoritenfrage: „Das ist alles sehr offen. Immerhin handelt es sich um die vier Teams, die sich in den Viertelfinals durchgesetzt haben. Da ist ganz viel von der Tagesform abhängig und von der Dynamik, die sich in so einem Spiel entwickelt.“ Wie sein Kollege bei den Damen erwarte er auch bei den Herren zwei sehr enge Halbfinals. „Wer sich in diesen Spielen durchsetzt, kann und möchte ich nicht prognostizieren. Da bin ich lieber sehr vorsichtig.“ Den UHC und RWK hält Weise für mannschaftlich sehr geschlossene Teams mit breiten Kadern. Wenn überhaupt, dann würde er diesen beiden Teams eine sehr leichte Favoritenrolle im Meisterkampf zuschreiben, die aber aufgrund der hohen Qualität der anderen Teams nicht wirklich zu werten sei. Denn Alster verfüge seiner Meinung nach über eine starke Kampfkraft und Mannheim könne er am schlechtesten einschätzen, da er das Team in dieser Saison noch nicht hat beobachten können.
50. Hallen-Endrunde Damen & Herren
29. & 30. Januar 2011 in Duisburg